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Im Namen von Zeus Buchbesprechung von Dieter Vogl |
Mit seinem neuen Buch, dessen Thematik meiner Ansicht nach längst überfällig war, entführt uns Erich von Däniken, "um seine Theorie zu überprüfen, dass viele Jahrtausende zuvor außerirdische hochentwickelte Kulturen die Erde besucht haben und sich mit den Menschen vereinten", ins Land der Alten Griechen. Das erste Mal, dass sich der Vater der Präastronautik und wichtigste Vordenker der Paläo-SETI-Forschung, so intensiv mit "der Wiege der europäischen Kultur" auseinandersetzt und ihr sogar "ein eigenes Buch" widmet. Und wie wir es aus vielen Bücher von Herrn von Däniken gewohnt sind, bietet er uns darin eine vollkommen neue "Sicht altbekannter Mythen".
Und diese neue Sicht der Mythologie ist auch dringend nötig, denn die Tradierungen der Alten Griechen, und insbesondere die darin beschriebenen Götter, bieten in der Tat sehr viel mehr, als man ihnen aus wissenschaftlicher Sicht heute noch zugestehen will. Beschäftigt man sich, so wie es Erich von Däniken in seinem neuen Buch macht, etwas intensiver mit den Mythen und betrachtet man sie wie er als authentische Quellen realer Ereignisse, dann wird eben deutlich, dass die derzeitigen wissenschaftlichen Auslegungen dieser uralten Überlieferungen keine akzeptable Antwort darauf bieten, was uns diese Tradierungen wirklich sagen möchten.
Die alten Erzählungen der Griechen, dies offenbart sich durch Erich von Dänikens Buch sehr schnell, liefern uns nicht nur belanglose Geschichten über das Leben ihrer Götter, das neben einem ganz normalen Alltag vor allem von Machtgier, Mordlust, kriegerischen Auseinandersetzungen, Ver- und Entführungen und Inzest geprägt wird, sondern Erich von Dänikens Buch verdeutlicht uns, daß es hinter diesen profanen Geschehnissen, quasi wie hinter einem dunklen Vorhang verborgen, noch eine andere, weitaus geheimnisvollere Realität gibt. Eine Realität, die geprägt wird von "Wesen – halb Mensch, halb Tier" und in der Flugmaschinen beschrieben werden, deren Darstellungen bis ins Detail modernen Raumschiffen gleichen.
Sicherlich verleitet auch die Beschäftigung mit der griechischen Mythologie zu Spekulationen. Spekulationen, denen ein renommierter Wissenschaftler nicht mehr so ohne weiteres folgen kann, aber Erich von Däniken gelingt es wieder einmal auf bestechende Art und Weise, beim Leser Zweifel an der traditionellen Deutung von mythologischen Texten zu wecken. "Vieles", dies gibt Erich von Däniken unumwunden zu, "ist noch ungeklärt, doch eines scheint gesichert: Unser bisheriges Verständnis über das antike Griechenland ist ins Wanken geraten. All die Ungereimtheiten, denen sich die Forschung bis heute nicht gestellt hat, all die unleugbaren Hinweise lassen nur einen Schluss zu: Die Menschheit war nicht immer allein auf diesem Planeten!" Und Erich von Däniken entpuppt sich wieder einmal als einsamer Rufer in der Wüste. Jener Rufer, der erkannt hat, daß auch die griechischen Mythen ein exorbitantes Wissen enthalten, das erforscht und von den verstaubten Dogmen der Schulwissenschaften befreit werden will. Erich von Dänikens beachtenswerte Buch ist ein erster, aber ungemein wichtiger Schritt in diese Richtung!
| Autor: Erich von Däniken
Seiten: 280 Bertelsmann 1999 ISBN 3-570-00029-X |