Pflanzen- und Tierwelt-Transfer

Wurde die irdische Pflanzen- Und Tierwelt von einem anderen Planeten zur Erde gebracht?

von Dr. Horst Friedrich


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zur Zeit Darwins (1859, On the Origin of Species), ja sogar bis zum Beginn der Nachkriegs-UFO-Welle 1947, war es ganz natürlich gewesen, daß man sich eine Evolution als ausschließlich auf unserem Planeten stattfindend vorstellte. Dann explodierte plötzlich das Thema der Erde-Kosmos-Verbindungen .

Das blieb zunächst aber auf die Nonkonformisten und Außenseiter beschrankt. Die verbeamtete paläontologische, biologische, anthropologische etc. Orthodoxie war geistig bequem, zu einer beim überkommenen Weltbild verharrenden neuen Scholastik geworden. Dort verabscheut man bis heute solche "wilden Spekulationen". Ein vernünftiger Grund für dieses Anklammern an "gesicherte Weltbilder" laßt sich allerdings nicht ausmachen. Nachvollziehbar vernünftige Zweifel an der Einsicht, daß es im Universum eine unermeßliche Zahl bewohnbarer Planeten geben muß, lassen sich heute nämlich nicht mehr gut artikulieren. Wie der Verfasser andernorts gezeigt hat, ist es durchaus legitim, ein Szenario zur Diskussion zu stellen, in dem einerseits mit weit prähistorischen Hochkulturen auf der Erde gerechnet wird, die bereits im Besitz von Raumfahrttechnologie waren, andererseits davon ausgegangen wird, daß unsere Erde-Menschheit ein aus interstellaren oder intergalaktischen Weiten angelangter Ableger einer schon längst allenthalben verbreiteten "intergalaktischen Rasse" ist. In diesem Szenario spielt das unser Weltbild revolutionierende Magnum Opus von Cremo & Thompson eine wichtige Rolle.

Unsere zeitgenössische Schulnaturwissenschaft protestiert da zwar interstellare Raumfahrt sei nicht realisierbar. Aber aus gutem Grund darf über solchen Einwand zur Tagesordnung übergangen werden. Definitiv ist heute der Lyellismus passe, der große Cuvier - eine der Vatergestalten der Geologie - ist rehabilitiert, und der Neokatastrophismus das neue Weltbild. Wir müssen davon ausgehen, daß einst, in weit zurückliegenden Erdzeitaltern, die Erdoberfläche durch gigantische, kosmisch (d.h. durch Impakte und/oder plötzliche Polverlagerungen) verursachte Mega-Kataklysmen derart verwüstet wurde, daß sie wahrhaftig zum unbewohnbaren biblischen Tohuwabohu geworden war. Seitens unserer Schul-Naturwissenschaft wird heute ein Szenario verbreitet, wonach sich in den Urmeeren der Erde, unter dem Einfluß gewaltiger Blitzentladungen, einfachste organische Verbindungen gebildet hätten, aus denen dann Meeresalgen - und im Laufe der Zeit unsere ganze Pflanzen- und Tierwelt - entstanden wären. Selbstredend ist das aber nur eine Spekulation! Es war niemand dabei, der uns davon berichten könnte. Und Spekulationen, obwohl sie in den Wissenschaften legitim sind, sollte man uns nicht als "wissenschaftlich erwiesene Tatsache" verkaufen. Es könnte auch gänzlich anders gewesen sein! Der große Paläontologe Oskar Kuhn schreibt beispielsweise: "Ob wir alle Tiere und Pflanzen in einen einzigen Evolutionsprozeß einbeziehen dürfen, können wir nicht entscheiden, vor allem weil die ersten zwei Drittel der Evolution nicht durch paläontologische Dokumente belegt sind". Und er fährt fort: "Schon allein die Tatsache des Fehlens fast aller präkambrischen Dokumente ist Grund genug, vorsichtig zu sein bei der Frage, ob wir es mit einem einzigen, allumfassenden Evolutionsprozeß zu tun haben". Im Hinblick auf solches Zur-Vorsicht-Mahnen eines super-kompetenten Paläontologen möchte der Verfasser hier eine - vom schulwissenschaftlichen Szenario ganz abweichende- alternative Spekulation beisteuern. Nämlich die, daß möglicherweise die verschiedenen Pflanzen- und Tierstämme von verschiedenen Planeten auf die Erde gebracht wurden! Daß eben unsere heutige Pflanzen- und Tierwelt gar nicht einem einzigen Evolutionsprozeß entstammt. Das vielberufene Fehlen der entscheidenden "missing links" allenthalben in den "Stammbäumen", die - ganz entgegen der Sicht großer Nonkonformisten wie Oskar Kuhn - von den mehr doktrinären Paläontologen konstruiert wurden, wäre dann selbstredend kein unerklärliches Wunder mehr. Saurier, Fische, Insekten, Säugetiere, der Mensch, "Yetis", Farne, Laub- und Nadelbäume, Blumen etc. würden ja dann nämlich, in unserem alternativ-spekulativen Szenario, möglicherweise von ganz verschiedenen Planeten stammen, wären durch den Menschen von dort hierher gebracht worden. Versuchsweise wird also hier die klassische darwinistische Abstammungslehre verworfen, die einen einheitlichen Evolutionsprozeß, einen evolutionistischen, stammbaummässigen Zusammenhang aller terrestrischen Pflanzen- und Tierstämme postuliert.


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